Agar-Agar gemahlen: pflanzlich gelieren statt mit Gelatine
Agar-Agar ist ein feines, helles Pulver, das aus getrockneten Algen gewonnen wird. Es besteht aus Kohlenhydraten mit ausgeprägter Gelierkraft und ist auch unter den Namen japanischer Fischleim oder chinesische Gelatine bekannt. Anders als Gelatine kommt es ganz ohne tierische Bestandteile aus und eignet sich deshalb für die vegane und vegetarische Küche. Geschmacklich hält sich Agar-Agar fast vollständig zurück.
Damit Agar-Agar geliert, muss es aufgekocht werden: Das Pulver in die kalte Flüssigkeit einrühren, unter Rühren aufkochen und etwa 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Beim Abkühlen wird die Masse fest, und zwar deutlich schneller als mit Gelatine. Die passende Menge hängt vom Rezept und der gewünschten Festigkeit ab; für cremige Desserts nehmen Sie weniger, für schnittfeste Gelees etwas mehr. In der asiatischen Küche wird Agar-Agar außerdem zum Andicken von Soßen verwendet.
Aroma
- nahezu geschmacksneutral
- überdeckt keine Frucht- oder Vanillenoten
- sorgt für eine feste, glatte Konsistenz
Verwendung
- vegane Panna cotta und Pudding
- Fruchtcremes und Fruchtgelees
- Tortenguss für Obstkuchen
- Konfitüre mit wenig Zucker andicken
- Soßen in der asiatischen Küche binden
Tipp: Machen Sie vor dem Abfüllen eine Gelierprobe auf einem kalten Teller. Wird der Klecks nach kurzer Zeit nicht fest, rühren Sie noch etwas Pulver ein und kochen die Masse erneut auf.
Trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen aufbewahren.
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