Hagebuttenkerne: die Grundlage für Kernlestee
Beim Verarbeiten von Hagebutten fallen die kleinen, hellen Kerne oft unbeachtet ab. Dabei haben sie ihren eigenen Charakter: Getrocknet und mit Wasser ausgekocht ergeben sie den sogenannten Kernlestee, einen hellgoldenen Aufguss mit mildem, leicht nussigem Geschmack und einer feinen Note, die viele an Vanille erinnert. Die fruchtige Säure der Schale fehlt fast völlig, der Tee wirkt dadurch weich und rund.
Weil die Kerne sehr hart sind, brauchen sie Zeit. Am besten kochen Sie sie einige Minuten und lassen sie anschließend noch ziehen. Wer mag, zerstößt die Kerne vorher kurz im Mörser, dann geht das Aroma schneller ins Wasser. Kernlestee passt gut in den Nachmittag oder Abend und lässt sich mit etwas Honig süßen oder mit Hagebuttenschalen zu einem fruchtigeren Tee kombinieren.
Aroma
- mild und rund, kaum Säure
- leicht nussig
- feine Note, die an Vanille erinnert
Verwendung
- als klassischer Kernlestee
- gemischt mit Hagebuttenschalen für mehr Frucht
- als milde Basis für eigene Kräutertee-Mischungen
- abgekühlt mit Apfelsaft als Schorle
Zubereitung als Tee
1 gehäuften Teelöffel Hagebuttenkerne pro Tasse (250 ml) mit kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen und etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen. Danach weitere 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Tipp: Die Kerne vor dem Kochen im Mörser leicht anstoßen, so wird der Aufguss kräftiger.
Trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen aufbewahren.
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